Ernährung beugt Erkrankungen vor und ist alterspräventiv – auch für die Haut. Ein wichtiger Ansatz ist, dass es primär keine „schlechten“ Lebensmittel gibt. Es kommt auf die Menge und insgesamt auf die Zusammensetzung der Ernährung an. Wissenschaftlich belegt ist: Ernährung und Hauftpflege spielen in Sachen Schönheit zusammen.

Ernährung und Hautpflege

Das Aussehen der Haut wird maßgeblich durch Ernährung und Hautpflege bestimmt. Bei einseitiger oder ungenügender Versorgung mit bestimmten Nährstoffen kann es zu einer Mangelsituation kommen, die sichtbar wird. Schuppige Haut etwa kann auf Ekzeme, Pilzinfektionen, Vitaminmangel oder falsche Hautpflege hinweisen. Für trockene Haut kann Vitamin A-Mangel verantwortlich sein. Und Vitamin B2-Mangel erkennt man oft an eingerissenen Mundwinkeln.

Ungesättigte Fettsäuren

Öle und Fette sind essenzielle Bestandteile der Ernährung. Besonders positiv für die Gesundheit sind ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in pflanzlichen Ölen oder Fisch enthalten sind. Untersuchungen über einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren zeigen, dass sie im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren vorteilhaft für die Herzkranzgefäße sind, für eine gute Durchblutung und einen Anstieg des guten HDL-Cholesterins sorgen. Besonders günstig werden Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren bewertet.

Anti-Oxidantien regenerieren

Bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen entstehen im Körper freie Radikale, die zum Beispiel durch Oxidation die Strukturfunktion der Haut beeinflussen. Der Organismus besitzt die Fähigkeit, diese Wirkung zu hemmen und unschädlich zu machen. In unserer Nahrung haben wir eine Vielzahl von antioxidativ wirkenden Substanzen, die wir tagtäglich über die Ernährung zuführen sollten. Dazu zählen die Vitamine A, C und E. Aber auch bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe können unseren Körper vor schädlichen Einflüssen schützen.

Obst und Gemüse für schöne Haut

Obst und Gemüse versorgen uns nicht nur mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen sondern auch mit den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Täglich bis zu fünf Portionen Obst und Gemüse garantieren eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Dazu zählen beispielsweise Carotinoide, die sich in roten, gelben und orangen Früchten und Gemüsen finden. Sie sind unter anderem auch für eine gesunde Haut verantwortlich. Eine antioxidative Wirkung haben auch Polyphenole, die sich im Olivenöl finden und für ein gesundes Gefäßsystem sorgen.

Phytoöstrogene gegen Alter?

Phytoöstrogene – auch Pflanzenhormone genannt – werden immer wieder im Zusammenhang mit Anti-Aging-Maßnahmen diskutiert. Wissenschaftlich ist dies jedoch noch nicht bewiesen, und spezielle Präparate sollte man mit dem Arzt besprechen. In der Ernährung können Lebensmittel, die solche Pflanzeninhaltsstoffe beinhalten, den Speiseplan durchaus bereichern. Sojaprodukte, Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Getreide, Sprossen und Keime enthalten etwa Isoflavone, denen mitunter auch eine antikanzerogeneWirkung nachgesagt wird. Aminosäuren findet man in Soja, Fisch, Nüssen etc.

Nahrungsergänzungsmittel auf dem Prüfstand

Gerade im Anti-Aging Bereich gibt es eine Palette von Nahrungsergänzungen und Diätempfehlungen. Die meisten Konzepte sollten jedoch hinterfragt werden, denn eine wissenschaftliche Begründung fehlt oftmals. Sinnvoller und mit weniger Risiko behaftet ist dagegen das Konzept einer ausgewogenen, gesunden Ernährung in Verbindung mit Bewegung, ausreichend Schlaf und Körperpflege.